Interviews

Du möchtest hinter die Kulissen von TKKG Junior gucken und mehr über die Entwicklung der Serie erfahren? Kein Problem! Hier findest du tolle Interviews mit den Autoren, dem Illustrator sowie der Lektorin!

Interview mit Autorin Kirsten Vogel


Wer ist Ihr Lieblingscharakter? Tim, Karl, Klößchen oder Gaby? Und warum?
Ganz klarer Fall: Klößchen. Er ist lustig, liebenswert, mutig und liebt Schokolade. Auch wenn die Situation noch so brenzlig ist - er hat immer Zeit für einen Schokoriegel. Außerdem können seine Freunde sich voll und ganz auf ihn verlassen. Was ich besonders mag: Manchmal ist er ein bisschen naiv, und er verliert nie den Glauben an das Gute. 

Wo holen Sie sich Inspiration für die Fälle für TKKG? 
Beim Schokoladeessen oder draußen in der Natur überlege ich mir spannende Themen und überlege mir dann einen Detektivfall, der dazu passt. Die Idee zu „Giftige Schokolade“ kam mir, als ich schokoladekauend über mögliche Detektivfälle nachdachte. Und da Klößchens Vater Besitzer der größten Schokoladenfabrik der Millionenstadt ist, lag ein Fall nahe, der dort spielt. Es sind aber auch Gespräche mit meinen Kindern oder Freunden, die mich inspirieren, oder auch Meldungen in der Zeitung.

Wo und wann schreiben Sie an Ihren Büchern? 
Mein Arbeitsweg ist kurz: Ich arbeite von zu Hause und habe richtige Bürozeiten von 9 – 16 Uhr. Manchmal arbeite ich auch abends. Wenn es um mich herum ruhiger wird, kann ich gut in die Millionenstadt abtauchen…

Wie lange brauchen Sie um ein Buch zu schreiben?
Wenn ich für die Kapitelaufteilung (in der ich Kapitel für Kapitel die Handlung skizziere) vom Verlag grünes Licht bekommen habe, brauche ich insgesamt ungefähr 5 Wochen.

Wieso sollte man die TKKG Junior Bücher unbedingt lesen? 
Weil die vier Junior-Detektive und Hund Oskar nicht nur mutig und gewitzt jeden noch so kniffligen und spannenden Fall lösen, sondern weil sie auch beste Freunde sind, und man am liebsten mit dazugehören würde.

 

Interview mit Autor Benjamin Tannenberg

Wer ist Ihr Lieblingscharakter? Tim, Karl, Klößchen oder Gaby? Und warum?
Was die Dialoge anbetrifft, macht mir Klößchen am meisten Spaß. Vor allem dann, wenn er mal wieder in Panik gerät. Da sprudeln die Worte nur so aus ihm heraus – Nachdenken ist dann zweit- bis drittrangig. So kommen diese herrlich absurden Klößchen-Sprüche zustande, die sich häufig um so schöne und lebenswichtige Dinge drehen wie Schokopfannkuchen. 

Wo holen Sie sich Inspiration für die Fälle für TKKG? 
Wenn ich Ideen für ein neues Buch suche, setze ich mir für einige Zeit die TKKG-Brille auf. Das heißt, ich versuche meine Umgebung aus Sicht der jungen Detektive zu sehen. Überall lauert dann ein potentieller Fall, alles und jeder ist erstmal „verdächtig“. Wenn ich dann die ersten Szenen richtig vor Augen habe und Tim, Karl, Klößchen und Gaby schon miteinander flachsen höre, ist das ein gutes Zeichen. 

Wo und wann schreiben Sie an Ihren Büchern? 
Am liebsten schreibe ich in wechselnden Cafés. Und wenn es sich anbietet auch im Park oder auf längeren Zugfahrten. Da passiert so viel um mich herum. Überraschende Beobachtungen oder Gesprächsfetzen kann ich dann im Idealfall gleich in eine TKKG-Szene einspeisen. 

Wie lange brauchen Sie um ein Buch zu schreiben? 
Fürs Schreiben der grob 120 Seiten plane ich 5-6 Wochen ein. In der Zeit davor passiert aber auch schon viel: Recherche, erste Ideenfindung, Absprachen mit dem Verlag, eine Handlungszusammenfassung schreiben, letzte Besprechung mit dem Verlag. Und nach Abgabe des Manuskripts stehen natürlich immer noch kleinere Anpassungen an.

Wieso sollte man die TKKG Junior Bücher unbedingt lesen? 
Mir geht es bei TKKG – egal ob bei der Junior oder der klassische Reihe –  so, dass jedes Buch wie ein Wiedersehen mit alten Freunden ist. Die Vier haben einfach die wundervollste Freundschaft der Welt. In der kann jede/r ihre/seine Eigenheiten und Stärken einbringen. Diese geballte positive Energie setzen sie dann auch noch für etwas Gutes ein: ihren Mitmenschen zu helfen. Eben das macht für mich die Bücher so lesenswert.

 

Interview mit Lektorin Anne Pagel

Was sind deine Aufgaben als Lektorin?
Als Lektorin begleitet man das Buchprojekt von der Idee, über die Konzeption bis hin zur Fertigstellung. Dabei ist neben dem Lektorat auch sehr viel organisatorische Arbeit zu erledigen. Man spricht sich mit dem Vertrieb über die Preisstellung ab, überlegt sich, wie das Buch am Ende optisch aussehen soll und steht während des Schreibprozesses in engem Kontakt mit den Autoren. Bis ein Buch so aussieht, wie die Kunden es schließlich in der Buchhandlung  kaufen, braucht es viel Kreativität, Teamwork und Ausdauer. Drei Dinge, die auch für TKKG bei ihren Ermittlungen besonders wichtig sind. 

Wer ist dein Lieblingscharakter bei TKKG Junior?
Mein „Lieblingscharakter“ ist Oskar der Cockerspaniel. Sein Kürzel kommt zwar nicht im Titel vor, aber ohne ihn wären TKKG Junior nicht dieselben. Oskar ist immer zur Stelle, egal ob es brenzlig wird oder er für einen lustigen Moment sorgt. Man kann sagen, er ist der Hund für alle Fälle.

Wieso sollte man die TKKG Junior-Bücher unbedingt lesen?
Die TKKG Junior-Bücher sollte man unbedingt lesen, weil sie spannend, rasant und abwechslungsreich sind. Die jungen Leserinnen und Leser erleben mit den vier Freunden aufregende Kriminalfälle und bekommen gleichzeitig mit, dass TKKG genau wie sie auch zur Schule gehen müssen und einen ähnlichen familiären Alltag haben. Die Reihe bietet daher großes Identifikationspotential für die Kinder. Hinzu kommt außerdem, dass es schön ist, wenn Eltern und Kinder gemeinsame Traditionen haben. Tim, Karl, Klößchen und Gaby als Helden der Kindheit für gleich zwei Generationen. 

 

Interview mit Christof Ruoss

Teamleiter und Verantwortlicher für die Künstler-Auswahl und Teambesetzung bei allen Projekten von Comicon S.L.

Wie entstehen die Illustrationen bei Ihnen? 
Grundsätzlich kann der Entstehungsprozess in unserem Studio ganz unterschiedlich sein. Die allermeisten Projekte gehen wir in Teamarbeit an. 
Im Falle von TKKG Junior entstehen ersten Zeichnungen für die Illustrationen in Handarbeit. Zeichner Josep Maria Beroy fertigt dabei zuerst grobe Bleistift-Skizzen auf Papier an, die dann mit dem Lektorat und den Autoren der Bücher abgestimmt werden. Dann geht es mit der Reinzeichnung mit Tusche auf Karton weiter. In diesem Schritt werden die Details und die Hintergründe ausgearbeitet. Nach nochmaliger Abstimmung geht es an den Computer: Die Tuschezeichnung wird eingescannt, digitalisiert und anschließend beginnen wir mit dem Kolorieren der Illustrationen am Rechner. 
Die Kolorierung der Titelbilder übernimmt der Zeichner J.M. Beroy selbst. Für die besondere Grau-Kolorierung der Innen-Illustrationen konnten wir einen anderen sehr versierten Koloristen und guten Kollegen von Josep Maria gewinnen: Oriol San Julian. 

Wie haben Sie das Aussehen von Tim, Karl, Klößchen und Gaby entwickelt?
Bei TKKG Junior war das nicht allzu schwierig, da die Figuren ja bereits aus der klassischen Reihe bekannt sind und ihr Aussehen von anderen Künstlern vor vielen Jahren entwickelt wurde. 
Unsere Aufgabe bestand deshalb lediglich darin, uns auszumalen, wie Tim, Karl, Klößchen, Gaby und Oskar wohl ausgesehen haben mögen, als sie noch etwa 4 Jahre jünger waren. Bei der Entwicklung ging es vor allem darum, den richtigen Stil für die Umsetzung der neuen „Junior“-Geschichten zu finden in denen es etwas lockerer, dynamischer und auch mit einer Prise Humor versehen zugeht. 
Mit Josep Maria haben wir den passenden Zeichner in unserem Team für das Projekt gefunden: Er bringt genau die richtige Handschrift und ein Faible für das Krimi-Thema mit. Mit ihm bedurfte es nur weniger Skizzenschritte bis wir in Zusammenarbeit und Abstimmung der Verantwortlichen genau den richtigen Stil und das Aussehen des TKKG-Teams gefunden hatten.

Wie lange brauchen Sie für die Illustrationen eines Buches? 
Durch die Zusammenarbeit der zwei Künstler können immer mehrere Arbeitsschritte parallel zueinander ausgeführt werden, was den Gesamt-Arbeitsprozess natürlich spürbar beschleunigt. Trotzdem benötigt das Team für die kompletten Bilder eines Bandes ungefähr zwei Monate. Darin eingerechnet sind aber auch die Vor-Entwurfs-Schritte und die dazwischen immer wieder stattfindenden Prüfungs- und Abstimmungsprozesse mit Verlag und Autoren. Wo viel und zügig gearbeitet wird können sich stets auch Fehler einschleichen. Deshalb sind solche Kontrollschritte sehr sinnvoll und unentbehrlich, damit am Ende ein wirklich schönes Buch entstehen kann.
 

Vielen Dank für die Interviews!
Die Interviews wurden uns freundlicherweise von Kosmos zur Verfügung gestellt.